Als ich das neblige, trübe und abgeerntete Feld mit trockenen Gräsern im Vordergrund sah, fiel mir direkt ein: Ich könnte diese Trockengräser für mein Motiv doch einfach pflücken. Und praktischerweise standen solche schon auf dem Fensterbrett meiner Atelier-Toilette in einer blauen Flasche. Das Licht durch das geriffelte und geschliffene Glas der Flasche, des Flakons daneben und des Fensters konnten für mich auch das trübe Feld-Licht ganz passend weitererzählen.
Seit 2016 ist Amac Garbe Mitgründer, Mitherausgeber und alleiniger Fotograf des jährlich erscheinenden Buchmagazins „Stadtluft Dresden“. In diesem Jahrzehnt sind zahlreiche Porträts entstanden – in den Randzeiten des Tages, früh am Morgen oder in der Abenddämmerung und gern an Orten, wo Dresden eher Nische als Präsentierteller ist.
1979 in Dresden als Kind von chilenisch-deutschen Eltern geboren, ist Amac Garbe für verschiedene Auftraggeber:innen quer durch Deutschland im Einsatz. Aus dem Presse- und Redaktionsalltag der Südwestpresse in Baden-Württemberg stammend, liegt sein Schwerpunkt seit der Jahrtausendwende besonders bei Porträts von Personen der Zeitgeschichte. Außerdem gehört die Reportage-Fotografie ebenso wie die illustrierende Fotografie zu seinem Alltag.
Zu seinen Redaktionen und Auftraggeber:inen gehören unter anderem: Kiepenheuer & Witsch, Oetinger Verlag, Aufbau Verlag, A. Lange & Söhne, Max Planck Gesellschaft, Lichtblik AG, Technische Universität Dresden, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Senckenberg Gesellschaft, Helmholtz Gemeinschaft, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung Magazin, Frankfurter Allgemeine Zeitung, taz, Spiegel, ZEIT, GEO, Flow Magazin, u.v.m.
Auch beschäftigt sich Amac Garbe mit wachsenden Foto-Serien für Ausstellungen und Publikationen. Darunter die Serie „Unter Lampen“ (u.a. für Süddeutsche Zeitung Magazin, AD Magazin, Stadtmuseum Bautzen, Satellit München, u.v.m.) oder auch die Fotoserie „Unfallwagen“, (u.a. für Das Magazin, Ostrale Dresden, Kunsthaus Dresden u.v.m.).