Über den Sommer 2025 begleitete ich den Alltag der Wildvogelauffangstation in Dresden, einem Ort, an dem verletzte oder geschwächte Vögel aus der Region aufgenommen, gepflegt und auf ihre Rückkehr in die Freiheit vorbereitet werden. Viele Pflegefälle sind dabei menschengemacht: Anflugtraumata durch Fensterscheiben und Verletzungen durch Katzenbisse sind tägliche Aufnahmegründe.
Im Mittelpunkt der Serie stehen einerseits die Tiere selbst: von Jungvögeln, die per Hand aufgezogen werden, bis zu Greifvögeln mit Verletzungen. Andererseits auch die Menschen, die mit großem Engagement, oftmals im Ehrenamt, diese Arbeit leisten. Die Reportage zeigt die Nähe zwischen Pflegenden und Tieren, dokumentiert den Ablauf vom ersten Eintreffen eines Vogels über die Versorgung bis zur Auswilderung und beleuchtet zugleich den oft unsichtbaren Einsatz, der hinter jedem Einzelschicksal steht.
Die Wildvogelauffangstation Dresden freut sich immer über Spenden zur Versorgung und Pflege verletzter Wildvögel aus der Region:
Spendenkonto: IBAN DE68 8505 0300 3120 1358 00
oder auf https://uzdresden.de/project/artenschutz-wvas-wildvogelstation/
Silas Bahr (*1992) lebt und arbeitet als freier Fotograf in Dresden. 2019 schloss er seine Ausbildung zum staatlich geprüften Fotodesigner am Lette Verein Berlin ab, nachdem er zuvor Kunst- und Bildgeschichte sowie Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert hatte. Seitdem fotografiert er Reportagen und Porträts für Magazine und Kund:innen wie z.B. DIE ZEIT, SPIEGEL, Stern, 11Freunde, Focus und taz.
In seinen freien Arbeiten widmet er sich häufig den Rändern gesellschaftlicher Wirklichkeit: sei es ein Schweizer Ufokult, Reenactments von historischen Schlachten, Zwischenräumen ostdeutscher Provinz oder anderen Orten, an denen Brüche, Erinnerungen und Spannungen sichtbar werden.
Silas ist Mitglied bei Freelens e.V. und der Fotoagentur laif.